Meine literarische Reise in die Welt der Finanzen – Teil 4

Auf meiner literarischen Reise in die Welt der Finanzen habe ich dir bisher von den ersten Büchern erzählt, die ich auf Empfehlung von Natascha Wegelin alias Madame Moneypenny gelesen habe, um einen ersten und teils auch schon einige weitere Schritte auf meinem Weg zu finanzieller Bildung zu gehen. Diesmal geht es um das große Thema „Ziele“. Ein Herzensthema von Natascha Wegelin. Verständlicherweise. Denn nur, wenn wir wissen, wo wir hin wollen, können wir festlegen, wie wir unser Ziel erreichen und anschließend Schritt für Schritt darauf hinarbeiten. Zum Thema hat sie diverse Podcastfolgen (erhältlich u. a. auf Spotify und bei Apple) und Moneytalks im Programm. Und auf ihrer Bücherliste stehen gleich mehrere Bücher dazu. Ob du sie wirklich alle lesen musst, das verrate ich dir heute.

„Goals“ von Brian Tracy

Das war das erste Buch, das ich zu diesem Thema gelesen habe. Reiner Zufall, dass meine Wahl darauf fiel. Zeitgleich hatte ich mir auch „Setze dir größere Ziele!“ von Rainer Zitelmann gekauft, mit dem ich also auch hätte beginnen können. Aber meine Wahl fiel nun mal auf „Goals“.

Es ist ein richtiges Arbeitsbuch, in dem Brian Tracy den Lesern in 21 Kapiteln helfen will, ihr Potential zu entfalten, ihre Ziele zu definieren und zu erreichen. Dafür stellt er uns allerlei Fragen und Aufgaben und fasst seine Botschaften am Ende der Kapitel nochmals kurz zusammen. Dadurch wiederholt er sich natürlich oft, die Botschaften kommen auf diese Weise aber definitiv an 😉 Er schreibt einfach und klar und denkt an die wichtigsten Bereiche des Lebens: Familie und Freunde, Beruf, Finanzen und Gesundheit. Er erzählt aus seinem eigenen Leben und gibt viele praktische Tipps.

Mir hat die Arbeit mit „Goals“ gut gefallen, weil ich nun meine Ziele in den verschiedenen Lebensbereichen jetzt für mich klar definiert habe und weiß, worauf ich bei der Umsetzung achten muss. Macht mich das von Jetzt auf Gleich zu einem wahnsinnig erfolgreichen Menschen? Nein. Aber das liegt an mir und nicht an „Goals“, das ich durchaus empfehlen kann.

„Die sieben Wege zur Effektivität“ von Stephen Covey

Die Einschätzung von „Die sieben Wege zur Effektivität“ wird relativ kurz. Ich hatte schon nach wenigen Seiten den Eindruck, das sich Stephen Coveys Werk und das von Brian Tracy seeehr gleichen, weswegen ich die Lektüre abgebrochen habe. Ich wollte mich nicht gleich zwei Mal durch die selben Fragen arbeiten.

Auch „Die sieben Wege zur Effektivität“ ist ein Arbeitsbuch aus dem Bereich der Selbsthilfeliteratur. Wegen des großen Erfolgs gibt es diverse Varianten und Fortsetzungen davon

Jetzt kann ich dir natürlich nicht sagen, welches von beiden Büchern besser ist. Lehrreich sind sie beide in jedem Fall und du hast daher die freie Wahl, für welches du dich entscheidest 😉

„Setze dir größere Ziele!“ von Rainer Zitelmann

Natascha Wegelin hält sehr viel von Rainer Zitelmann, seiner Einstellung und seinen Werken. Daher war es fast schon Pflicht, mindestens eines seiner Bücher zu lesen. Ich habe vor einem Jahr „Setze dir größere Ziele“ gekauft, in dem Zitelmann 18 Geheimnisse erfolgreicher Persönlichkeiten herausarbeitet, die man dann auch auf sein eigenes Leben anwenden kann. Spannend ist, dass er für jeden Aspekt, jedes Geheimnis die Lebensläufe mehrerer bekannter Menschen anführt, die der Verdeutlichung seiner Thesen dienen. Das macht die Lektüre äußerst abwechslungsreich und anschaulich. Auch wenn nicht alle dieser Persönlichkeiten unumstritten sind bzw. ihre Lebensläufe nicht 1 zu 1 kopiert werden können, kann man sich von ihnen vieles lernen.

Mir hat „Setze dir größere Ziele“ äußerst gut gefallen und ich werde den Ratschlag des Autors beherzigen, mich nun nach der Lektüre erneut hinzusetzen, um das, was ich erfahren habe, auf mein eigenes Leben anzuwenden.

„The Big 5 for Life“ von John Strelecky

Auch John Strelecky möchte uns zu erfolgreicheren und vor allem glücklicheren Menschen machen. Sein Ansatz: Jeder Mensch hat eine Aufgabe, eine Bestimmung und muss seinen Platz im Leben finden. In der Regel leben wir damit zugleich unsere Stärke(n) aus, was uns Freude bereitet, sodass wir gerne arbeiten und Erfüllung finden. Und wenn wir Erfüllung finden, sind wir glücklich.

Er verpackt seine Botschaft in eine Geschichte. Der Geschichte eines Mannes im mittleren Alter, bei dessen bestem Freund und Mentor eine Krankheit festgestellt wird, an der er schon bald sterben wird. Abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit erzählt der Protagonist nun von dieser für ihn so entscheidenden Freundschaft, weil eben jener Freund ihn damals aufklärte über die Theorie der „Big 5 for Life“ und wie wichtig es dafür ist zu wissen, was einem Erfüllung bringt und womit man den größten Beitrag auf dieser Welt leisten kann.

Das Buch liest sich sehr gut und nebenbei beginnt man selber, sich über seinen eigenen Platz im Leben Gedanken zu machen. Mir hat’s gefallen und bei nächster Gelegenheit leihe ich mir noch eines seiner anderen Bücher aus, zum Beispiel Das Café am Rande der Welt.

Wem das nicht reicht oder wer den Input gerne auf andere Weise serviert bekommen möchte, der kann sich diverse Videos zum Buch auf YouTube anschauen oder auf der deutschen Website vorbeischauen. Viel Spaß!

„Essentialism“ von Greg McKeown

Dieses Buch wurde von Natascha in den höchsten Tönen gelobt, möglicherweise habe ich es allerdings zum falschen Zeitpunkt gelesen.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt: Im ersten erklärt der Autor, was Essenzialismus ist, im zweiten und dritten zeigt er uns, wie wir das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden und uns vom Unwesentlichen trennen. Im letzten Abschnitt bringt er uns bei, wie wir die Ausführung des Wesentlichen kinderleicht machen.

Die grundlegende Botschaft, die ich von dem Buch mitgenommen habe, ist, dass es uns nichts bringt, unsere Energie in viele Projekte zu stecken, weil wir dann zu langsam vorwärts kommen und unsere Motivation irgendwann versiegt. Stattdessen sollen wir all unsere Energie in ein Projekt, das Erreichen eines Zieles stecken. Auf diese Weise machen wir schnellere und größere Fortschritte, was uns natürlich beflügelt, was uns wiederum weiter anspornt. So weit so logisch.

Leider hapert es bei mir immer noch mit der Umsetzung. Aber ich arbeite daran und widme mich neu pro Woche einem Projekt, statt jeden Tag etwas anderes zu machen. Ich nehme an, bei diesen Büchern muss jeder für sich schauen, wie es am besten funktioniert. Und gelernt habe ich ja offensichtlich auch von Greg McKeown etwas.

„Denke nach und werde reich“ von Napoleon Hill

Hills Werk erschien erstmals 1966, wurde seither in zahlreiche Sprachen übersetzt und hat sich millionenfach verkauft. Ein immer noch erfolgreicher Klassiker in diesem Bereich und bei der Lektüre fällt mir auf, wie viele der von Hill erteilten Ratschläge Natascha Wegelin regelmäßig an ihre Moneypennies weitergibt.

Den Anfang nahm dieses Buch, als Hill die Gelegenheit bekam, mit Andrew Carnegie zu reden, einem „US-amerikanischen Tycoon in der Stahlbranche“, wie es auf Wikipedia so schön steht. Dieser verriet Hill das Geheimnis des Erfolgs und bat ihn, es möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Hill nahm sich diese Bitte zu Herzen und redete in den folgenden 20 Jahren mit unzähligen erfolgreichen Menschen – aber auch mit ebenso vielen Menschen, die nicht so großen Erfolg gehabt haben in ihrem Leben. Aus all diesen Gesprächen hat er die 13 Gesetze des Erfolgs abgeleitet und in „Denke nach und werde reich“ in 13 übersichtlichen Kapiteln zusammengefasst.

Vieles von dem, was er schreibt, kommt mir aus Brian Tracy’s Buch „Goals“ bekannt vor. Während Tracys Buch mehr ein Arbeitsbuch ist, das man durcharbeitet, ist Hills Werk mehr ein Lehrbuch, in dem – übertrieben ausgedrückt – jedes zweite Wort kursiv geschrieben ist, um uns die Botschaft einzutrichtern. Außerdem macht er ein großes Geheimnis aus dem Geheimnis des Erfolgs, das fand ich etwas lästig. Das ist aber eine sehr subjektive Kritik.

Inhaltlich geht es ihm wie Tracy auch darum (oder eher geht es Tracy wie Hill darum, denn schließlich war Hill vorher da), zu vermitteln, dass wir zuallererst unser Ziel ganz konkret definieren müssen. Wir müssen daran glauben und uns mit Autosuggestion davon überzeugen, dass wir es erreichen können, ja, sogar schon erreicht haben. Dieser Aspekt ist ihm sehr wichtig. Denn wenn wir nicht wirklich an unsere Fähigkeit glauben, unser Ziel erreichen zu können, arbeiten wir selber gegen uns. Wir sollen hartnäckig an unserem Ziel dranbleiben, uns nicht entmutigen lassen, wir sollen uns die nötigen Fachkenntnisse gerne auch über entsprechend qualifizierte Mitarbeiter oder Teammitglieder einholen und mit Phantasie ans Werk gehen.

Da auf seinem Werk sicherlich einige der anderen hier genannten Bücher aufbauen, wirken seine Ideen nicht unbedingt neu und der ein oder andere Ratschlag wirkt trotz Überarbeitung veraltet (gerade hinsichtlich des Bewerbungsprozesses). Man vertieft durch die Lektüre aber nochmal einige gute Ratschläge, die man möglicherweise schon woanders gelesen hat. Außerdem gibt Hill einem einige Vorlagen für Affirmationen an die Hand, auch wenn ich mir gerade nicht ganz vorstellen kann, sie mir wirklich laut und mit der nötigen Inbrunst vorzulesen – was vermutlich der Hauptgrund dafür sein wird, dass ich nicht den von ihm definierten Erfolg haben werde in meinem Leben (überhaupt fühle ich mich von seinen Abhandlungen über Versager teils eher angesprochen…).

Mein Fazit

Wie du siehst, überschneiden sich die Bücher thematisch häufig. Klar nimmt man von jedem Buch noch einen weiteren Aspekt mit, der im anderen nicht enthalten war, trotzdem denke ich nicht, dass man sie alle gelesen haben muss. Möglicherweise folgt jetzt ein Sturm der Entrüstung: „Wie kannst du so etwas sagen? Jedes Buch ist eine lohnende Investition in die persönliche Entwicklung!“ Dem möchte ich auch gar nicht widersprechen. Allerdings setzt bei mir irgendwann eine gewisse Ermüdung ein, wenn ich immer wieder das gleiche lese.

Welche Bücher würde ich daher empfehlen? Eines der grundlegenden Bücher zum Thema Ziele, sei es das von Brian Tracy, Stephen Covey oder Rainer Zietelmann. Und wenn du dann noch etwas Leichtes suchst, ist John Strelecky auch noch nett.

So oder so: Viel Spaß beim Auswählen und lass mich wissen, was du von den Büchern hältst, wenn du sie gelesen hast.

„Prince Charming Isn’t Coming – How Women Get Smart About Money“ von Barbara Stanny

Über ein Jahr ist es her, dass ich mit Natascha Wegelin, auch bekannt als Madam Moneypenny, meine finanzielle Weiterbildung begann. Eines der Bücher, die sie empfiehlt, ist Barbara Stannys Sachbuch „Prince Charming Isn’t Coming“. Worum es darin geht und ob ich das Buch ebenfalls empfehlenswert finde, darüber möchte ich dir heute mehr erzählen.

Cover von „Prince Charming Isn’t Coming“ von Barbara Stanny
Worum es geht

Mir gefiel ja allein schon der Titel damals: „Prince Charming Isn’t Coming“. Ich weiß gar nicht genau, warum. Barbara Stanny schildert in diesem Buch ihre persönliche Reise zu finanzieller Selbstbestimmtheit mit dem Ziel, möglichst viele andere Frauen wachzurütteln und ihnen erste Mittel an die Hand zu geben, um finanziell unabhängig zu werden. Wie kam es dazu? Barbara Stannys Eltern lebten ihr das „klassische“ Rollenmodell vor: Ihr Vater arbeitete, ihre Mutter kümmerte sich daheim um den Haushalt und die Kinder. Finanzielle Angelegenheiten fielen in den Aufgabenbereich ihres Vaters, der sich sehr erfolgreich der Vermehrung des Familienwohlstand widmete. Mehr oder weniger unbewusst vermittelten sie Barbara, dass auch sie sich nach der Heirat auch um nichts weiter würde sorgen müssen als den Haushalt und die Kinder. Noch bevor sie heiratete überreichte ihr Vater ihr einen dicken Ordner, in dem alle notwendigen Dokumente und Informationen über die Geldanlagen enthalten waren, die er für Barbara aufgezogen hatte. Sie sei eine reiche Frau, sagte er ihr. Ihr späterer Mann würde sich nur noch um die Verwaltung des Vermögens kümmern müssen. Doch es kam anders. Barbara heiratete, bekam drei Kinder, ihr Mann kümmerte sich um die Finanzen und verzockte fast alles, was sie besaß. Es hatte mehrere Warnschüsse gegeben, doch sie hatte sie nicht wahrhaben wollen. Zu fest glaubte sie daran, dass ihr Prinz sich schon um alles kümmern würde. Zu überzeugt war sie davon, dass sie nicht in der Lage sein würde, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Als sie die Realität nicht länger verleugnen konnte, trennte sie sich von ihrem vermeintlichen Prinzen. Trotzdem dauerte es nochmal mehrere Jahre, bis sie endlich bereit war, selbst Verantwortung für ihr Geld zu übernehmen. Geholfen haben ihr dabei zahllose Interviews mit erfolgreichen Frauen, die sie in dieser Zeit führte. Sie nahm sieben Erkenntnisse aus diesen Interviews mit, die sie in „Prince Charming Isn’t Coming“ zusammenfasst:

  • Niemand wird mir diese Aufgabe abnehmen
  • Der Lernprozess folgt einer Kurve
  • Es gibt nicht auf alles eine Antwort
  • Es gibt keine Geheimnisse
  • Risiko ist nicht gleichbedeutend mit Verlust
  • Ich muss das nicht alleine machen
  • Ich kann etwas bewirken

Zu Beginn, sagt sie, muss man sich von dem Mythos des heldenhaften Ritters in seiner schimmernden Rüstung verabschieden, der einen retten und sich um alles kümmern wird. Denn er wird nicht kommen. Weder in Gestalt eines zukünftigen Ehemannes, noch als Lottogewinn oder sonstiger glücklicher Umstand. Es geht ihr nicht darum, Ehemänner schlecht zu machen, sondern zu verdeutlichen, dass wir Frauen völlig grundlos die Verantwortung für unser Leben abgeben, wenn wir weiter an diesem Mythos festhalten. Denn wir können uns genauso gut, wenn nicht sogar besser um unsere Finanzen kümmern.

Dafür müssen wir einfach einmal anfangen, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wichtig dabei ist, dass wir uns nicht davon entmutigen lassen, wenn wir nicht auf Anhieb alles verstehen. Sobald wir zu lernen beginnen, fällt uns auf, was wir alles noch nicht wissen, und das kann manchmal ein Schock sein. Doch wenn wir am Ball bleiben, dann verringert sich dieser Anteil mit der Zeit und stattdessen sehen wir, was wir schon alles gelernt haben und wir werden selbstbewusster. Es lohnt sich also, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

Manchmal ist es nötig, dass wir zuerst unsere inneren Blockaden loswerden, die uns davon abhalten, unser Potenzial zu entfalten. Dazu gehören unter anderem tief sitzende Glaubenssätze zum Thema Geld und/oder Frauen und Geld. Dieser Aspekt ist ihr unglaublich wichtig, weil ihre Blockaden sie selbst jahrelang davon abgehalten haben, sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen.

Wer sich von dem Mythos des strahlenden Ritters verabschiedet hat, innere Blockaden beseitigen konnte und sich entsprechend weitergebildet hat, zögert trotzdem häufig noch, den nächsten Schritt zu tun und das Gelernte in die Tat umzusetzen, in unserem Fall also das eigene Geld entsprechend zu sparen und anzulegen. Das liegt häufig daran, dass wir das Gefühl haben, es gäbe da noch geheime Informationen, die nur mündlich in einem eingeweihten Kreis erfolgreicher Anleger ausgetauscht würden. Informationen in Bezug auf den richtigen Zeitpunkt, an dem sich das Investieren besonders lohnt oder Anlageformen, die besonders empfehlenswert sind. Auch diese Hürde hilft Barbara Stanny ihre Leserinnen zu überwinden, denn sie sagt schlicht und ergreifend, dass es keine geheimen Informationen gibt. Jeder Augenblick ist der richtige Moment, um zu investieren. Wichtig ist, dass man einfach mal anfängt – Grundvoraussetzung dafür ist einzig, dass man seine Hausaufgaben gemacht und sich intensiv eingelesen hat!

Natürlich besteht immer ein gewisses Risiko in Bezug auf Geld. Doch Risiko bedeutet nicht zwangsläufig Verlust. Wenn man das Geld einfach auf der Bank liegen lässt, ist das Risiko des Geldverlusts wegen der Inflation in der Regel höher als wenn man es anlegt. Natürlich gibt es Anlageformen, die risikoreicher sind – da sind dann allerdings auch die Gewinne höher, wenn alles gut geht – aber man ist ja auch nicht gezwungen, sein ganzes Geld in diese Anlageformen zu stecken. Ganz im Gegenteil sollte man dafür sorgen, dass man sein Geld dem eigenen Risikovermögen entsprechend aufteilt, sodass man auch in turbulenten Zeiten noch gut schlafen kann.

Wer sich immer noch überfordert fühlt, dem rät Barbara Stanny, sich mit anderen Frauen auszutauschen. Wobei sie das grundsätzlich allen Frauen rät. Denn man muss sich dieser Aufgabe nicht allein stellen. Man kann und sollte auf die Erfahrungen anderer Frauen zurückgreifen und sich davon leiten lassen. Auch in dieser Hinsicht ist Natascha Wegelins Bewegung in Deutschland so unglaublich wichtig. Denn allein in ihrer Facebook-Gruppe sind mittlerweile fast 50.000 Frauen, die man so ziemlich alles fragen kann in Bezug auf Geld.

Am Schluss, so Barbara Stanny, wird man als finanziell unabhängige Frau mit dem Wissen belohnt, dass man etwas bewirken kann. Denn nur wer finanziell unabhängig ist, kann sich auch um andere Menschen kümmern. Sei es in Form von Geldspenden oder indem man seine eigene Zeit, sein Wissen etc. spendet. Und das ist für sie die wichtigste Erkenntnis aus ihren eigenen Erfahrungen.

Mein Fazit

„Prince Charming Isn’t Coming“ hielt für mich persönlich keine grundlegend neuen Erkenntnisse bereit, was aber einfach daran lag, dass ich schon einige Bücher zu dem Thema gelesen und den Online-Kurs von Madame Moneypenny absolviert habe. Natascha Wegelin greift aber oft auf das Buch zurück, allein bei der Struktur ihrer eigenen Inhalte, das merkt man bei der Lektüre deutlich. Und das aus gutem Grund, denn Barbara Stanny legt damit den Grundstein für die finanzielle Bildung für Frauen. Ihr Buch bietet uns einen Einstieg in die Materie. Seit seinem Erscheinen sind allerdings 22 Jahre vergangen, weswegen es in mancher Hinsicht etwas veraltet ist. ETFs werden beispielsweise gar nicht erwähnt. Außerdem ist es in erster Linie für den US-amerikanischen Markt gedacht bzw. aus dieser Sicht heraus geschrieben. Wer daher ein Buch zum Einstieg sucht, das etwas jüngeren Datums ist und den Umständen in Deutschland entspricht, dem sei „Madame Moneypenny – Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ von Natascha Wegelin empfohlen. Wer danach eine genaue Anleitung sucht, wie man am besten in welche Anlageformen investiert, dem empfehle ich nochmal „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer. Daraus lernt man wirklich alles, was man wissen muss und fühlt sich danach auch in der Lage, das eigene Geld sinnvoll anzulegen. Wer dann immer noch Fragen hat, wende sich am besten an die Facebook-Gruppe von Madame Moneypenny oder gehe zu einem der vielen, vielen Treffen von Moneypennies überall in Deutschland. Wo die nächsten Treffen stattfinden, erfährst du zum Beispiel, wenn du dich für den Newsletter von Madame Moneypenny anmeldest. Viel Spaß 🙂

Meine literarische Reise in die Welt der Finanzen – Teil 2

Vor einigen Wochen erschien der erste Beitrag meiner literarischen Reise in die Welt der Finanzen und heute ist es an der Zeit, diese fortzusetzen. Denn bei den drei letztens vorgestellten Büchern ist es natürlich nicht geblieben. Heute will ich dir daher die nächsten drei Bücher vorstellen, die meine finanzielle Weiterbildung geprägt haben. Bei der Auswahl der Bücher habe ich mich auch hier von Natascha Wegelin alias Madame Moneypenny leiten lassen. Dann mal los.

„Rich Dad Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki

Robert Kiyosaki erzählt hier von seiner Kindheit und den beiden Männern, die darin eine entscheidende Rolle gespielt haben. Der eine Mann war sein leiblicher Vater, ein Lehrer, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Jedenfalls ein Mann, der eine Universitätsausbildung, einen anerkannten Job und ein festes Einkommen hatte und trotzdem Zeit seines Lebens „arm“ war, also kein Vermögen aufbaute. Der andere Mann war der Vater seines besten Freundes, ein Mann, der nur über eine geringe schulische Ausbildung verfügte, es als Unternehmer jedoch zu beträchtlichem Reichtum brachte. Von ihm ließ sich Kiyosaki beibringen, wie man vermögend wird, und das setzte er selbst in seinem erwachsenen Leben erfolgreich um. In „Rich Dad Poor Dad“ fasst er die Grundsätze seines Ziehvaters in einfachen Worten für uns zusammen.

Das Buch erschien erstmals 1997. Gedacht war es zur finanziellen Aufklärung einer Gesellschaft, die laut Kiyosaki die Menschen dazu erzieht, ihr Leben lang arm zu bleiben. Das wollte er ändern. Der Erfolg seines Buches kam für ihn nicht überraschend und so setzte er die Reihe fort, hielt Vorträge, erfand Spiele – kurz, mittlerweile ist „Rich Dad“ eine Art eigene Marke geworden, inklusive eigenem YouTube-Kanal.

Manche seiner Ansichten klingen etwas radikal (und sind es wahrscheinlich auch) und seine Bewunderung Donald Trumps konnte ich nicht nachvollziehen, aber trotzdem ist „Rich Dad Poor Dad“ ein lesenswertes Buch, aus dem ich wichtige Informationen mitnehmen konnte.

Cover von „Rich Dad Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki
„Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli

In 52 kleinen Abhandlungen erklärt Rolf Dobelli hier auf amüsante, unterhaltsame und informative Weise unsere wichtigsten Denkfehler, insbesondere in Bezug auf Geld. Ursprünglich erschienen die Beiträge über ein Jahr verteilt in der FAZ und der schweizerischen Sonntagszeitung. Wegen der großen Beliebtheit wurden sie 2011 von Hanser verlegt. Natascha Wegelin hat fünf davon in einem Blog-Artikel zusammengefasst, den ich dir gleich mal verlinkt habe. Spannend ist, dass wir uns vieler dieser Denkmuster nicht bewusst sind und so teils regelmäßig die gleichen Fehler machen. Das ändert sich jedoch mit der Lektüre 🙂 Ich habe das Buch letztes Jahr in den Sommerurlaub mitgenommen und mir hat es richtig gut gefallen.

„Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin

Noch so ein spannendes und interessantes Buch. Günter Faltin beschreibt hier seinen Weg zum Unternehmer und ermuntert die Leser mithilfe zahlreicher weiterer Beispiele dazu, selbst Unternehmer zu werden. Wie kam es bei ihm dazu? Schon als Kind fand er das Unternehmertum wahnsinnig spannend und beschloss daher, BWL zu studieren, wenn ich mich recht entsinne. Das Studium selbst war jedoch langweilig und trocken, Günter Faltin war enttäuscht. Einige Jahre später wurde er gebeten, als Dozent an der Freien Universität Berlin BWL zu lehren. Er wollte es anders machen als seine Dozenten damals, sein Unterricht sollte anschaulicher sein, er wollte echte Unternehmer ausbilden. Er dachte sich ein Konzept aus und setzte es mit seinen Studierenden um: mit Erfolg! Das 1985 gegründete Unternehmen Teekampagne „ist heute weltweit die größte Importeurin von Darjeeling-Tee und das größte Teeversandhaus Deutschlands“, so jedenfalls steht es auf der Website.

Mir hat das Buch so gut gefallen, weil ich hier wieder einmal von jemandem lernen konnte, der auf unkonventionelle und originelle Weise denkt und handelt. Bin ich seither selber Unternehmerin geworden? Nein. Aber vielleicht werde ich das ja noch. Wie ich es angehen könnte, weiß ich ja jetzt 😉

Und das war auch schon der zweite Teil meiner literarischen Reise in die Welt der Finanzen. Welche Bücher von Natascha Wegelins Liste ich sonst noch gelesen habe und ob sie mir gefallen haben, erzähle ich dir beim nächsten Mal. Bis dahin: Frohes Lesen!

Meine literarische Reise in die Welt der Finanzen

Vor etwa einem Jahr nahm sie ihren Anfang: Meine Reise in die Welt der Finanzen. Natürlich massiv gestützt von Büchern zu ebendiesem Thema. Wie ich dazu kam und woher ich meine Leseinspiration in diesem Bereich beziehe, das will ich dir heute erzählen.

Warum, wieso, weshalb Finanzen?

Letzten Sommer war ich in der glücklichen Lage, über ein wenig Erspartes auf meinem Giro-Konto zu verfügen und ich stellte mir die Frage: Was mache ich damit? Ausgeben wollte ich es nicht wirklich, aber es einfach dort herumliegen lassen bei 0 % Zinsen wollte ich auch nicht. Ich schrieb also meiner Bankberaterin, die mir allerdings lediglich einen Bausparvertrag anbieten konnte. Worauf sich mir die Frage stellte, was ich mit einem Bausparvertrag zu ebenfalls schlechten Zinskonditionen möchte? Die Antwort war schnell gefunden: Nichts!

Und nun?

Erst kurz zuvor hatte ich in der Flow (meiner Lieblingszeitschrift) einen Artikel gelesen, in dem u. a. eine junge Wahlberlinerin namens Natascha Wegelin alias Madame Moneypenny vorgestellt wurde. Sie berichtete von ihrem Vorhaben, Frauen in die finanzielle Unabhängigkeit zu begleiten. Aus diesem Grund hat sie 2016 Madame Moneypenny gegründet (ich habe immer noch riesigen Spaß an dem Namen!).

Finanzielle Unabhängigkeit klang und klingt definitiv gut, dachte ich mir. Und vielleicht hat sie ja auch Tipps dazu, wie man sinnvoll mit seinem Ersparten umgehen kann. Ich schaute daher auf ihrer Website vorbei. Und ich schaute ein wenig mehr. Und ich schaute noch intensiver. Schlussendlich habe ich mich zuerst für ihren Newsletter angemeldet, dann für ihre 7-Tage-Challenge, im Anschluss daran ihren Online-Kurs absolviert und ihre Büchertipps habe ich mir natürlich ebenfalls zu Herzen genommen.

Die Büchertipps der Madame Moneypenny

Natascha hat einerseits eine Liste mit Büchertipps erstellt und andererseits auch einen Buchclub auf Facebook gegründet, wo einige ihrer Tipps bereits besprochen wurden. Es sind längst nicht nur Finanzbücher darunter, sondern auch welche zu den Themen Karriere, Lebensplanung und Unternehmertum sowie diverse Biographien. Die Bandbreite macht die Lektüre der Bücher zusätzlich spannend, weil man wahnsinnig viel aus unterschiedlichen Bereichen erfährt.

Zusätzlich zu ihren Büchertipps und dem Buchclub stellt sie in ihrem wöchentlichen Newsletter auch regelmäßig ein weiteres Buch vor, das sie soeben gelesen hat, sodass der Quell an neuen Büchern nie versiegt 😉

Ihre Tipps notierte ich auf einem Zettel und mit diesem in der Hand marschierte ich in die Bibliothek meines Vertrauens und machte mich auf die Suche. Ich habe einige Bücher gefunden und mich im letzten Jahr einfach kreuz und quer durch die Liste gelesen (wobei ich noch längst nicht alle Bücher gelesen habe). Die besten Bücher stelle ich dir im Folgenden kurz vor.

„Madame Moneypenny – Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ von Natascha Wegelin

Das zweite Buch von Madame Moneypenny höchstpersönlich bietet einen sanften Einstieg in das Thema Finanzen und ist ideal für alle, die sich damit bisher noch gar nicht befasst oder vielleicht sogar ein wenig Bammel davor haben. Natascha möchte damit Ängste abbauen und Frauen zeigen, wie sie ihr Geld selbst in die Hand nehmen können. Kleine Aufgaben am Ende jedes Kapitels helfen dabei.

Fazit: Ein gutes, leichtes Einsteigerbuch vor allem (aber nicht nur) für Frauen 😉

„Die Kunst über Geld nachzudenken“ von André Kostolany

Das war mein erstes Buch, das ich zum Thema Finanzen gelesen habe. Es war einer von Nataschas Tipps und ich war und bin immer noch begeistert. Herr Kostolany scheint zwar nicht unbedingt so viel von Frauen gehalten zu haben, aber es ist ja auch ein Buch über Geld und von Geld und der Börse hatte der Mann jede Menge Ahnung. Mit 17 Jahren begann er eine Lehre an der französischen Börse (wenn ich mich recht erinnere) und blieb dem Spektakel Zeit seines Lebens treu. Er gibt hier seine Erfahrungen weiter, erzählt aus seinem langen Leben, setzt wirtschaftliche Entwicklungen in einen historischen Kontext und kombiniert seine Erfahrungen mit zahlreichen Tipps und Tricks.

Am Ende steht man mit der Gewissheit da: Erfolgreich (und damit meine ich langfristig, nervenschonend und mit moderatem Zuwachs) an der Börse zu investieren ist kein Hexenwerk.

„Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer

Wer sich jetzt fragt, wie man denn im Einzelnen langfristig, nervenschonen und mit moderatem Zuwachs an der Börse investiert, dem sei „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer wärmstens empfohlen! Darin wird restlos alles erklärt, was man wissen muss. Scheinbar gibt es jetzt auch eine gekürzte Ausgabe, die ich jedoch nicht gelesen habe und daher nicht beurteilen kann. Das Original ist an manchen Stellen etwas zäh, weil Herr Kommer seine Botschaften wiederholt, bis sie sich eingeprägt haben (was grundsätzlich nicht schlecht ist, aber die Lektüre eben etwas in die Länge zieht), aber das umfangreiche Wissen, das er vermittelt, macht diesen Umstand definitiv wieder wett, wie ich finde.

Fazit: „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer ist das Standardwerk zum erfolgreichen Investieren an der Börse!

Diese drei Bücher sind, in Bezug auf die Themen Finanzen und Geld, die wichtigsten, die ich bisher von meiner Liste gelesen habe. Über die weiteren Bücher schreibe ich ein andermal. Bis dahin: Frohes Lesen!