„Gespensterjäger“ von Cornelia Funke

Mein jüngster Bruder hat mir schon letztes Jahr nahegelegt, dass ich meinen Kindern unbedingt die „Gespensterjäger“ von Cornelia Funke vorlesen soll. Damals erschien mir das noch etwas früh. Vor kurzem nun lief die Verfilmung im Fernsehen und meine Kinder waren begeistert. Normalerweise nehme ich immer lieber den anderen Weg und lese erst das Buch, bevor ich den Film anschaue, aber in diesem Fall war es goldrichtig. Die Bücher waren schnell ausgeliehen und so konnten wir uns die Freude an den Figuren und der Geschichte noch einen guten Monat erhalten.

Cover von Cornelia Funkes „Gespensterjäger“
Worum es geht

Tom Tomsky ist ein eher ängstlicher Junge und gar nicht glücklich darüber, als ihn seine Mutter bittet, etwas aus dem Keller zu holen. Den Keller findet er furchtbar unheimlich – und das zu recht, wie sich herausstellt. Denn er wird dort von einem Gespenst angegriffen! Klar, dass ihm daheim keiner glaubt. Seine große Schwester macht sich nur lustig über ihn und seine Mutter schaut ihn besorgt an. Aber seiner Oma kann er sich immer anvertrauen und die hat einen richtig guten Tipp für ihn. Er soll sich bei ihrer Freundin Hedwig Kümmelsaft melden, ihres Zeichens Gespensterjägerin. Frau Kümmelsaft hört ihm interessiert zu und erklärt ihm, wie er ein MUG, ein Mittelmäßig Unheimliches Gespenst, vertreiben kann. Tom fand es jetzt zwar mehr als mittelmäßig unheimlich, aber er nimmt all seinen Mut zusammen und stellt sich dem Gespenst in der nächsten Nacht erneut. Das ist der Beginn seiner Freundschaft zu Hugo MUG, der sich in Toms Keller geflüchtet hat, weil ein mächtigeres Gespenst ihn aus seiner Villa vertrieben hat. Und damit haben Kümmelsaft & Co. ihren ersten Fall.

Das Trio besteht in den drei Folgebänden, „Gespensterjäger im Feuerspuk“, „Gespensterjäger in der Gruselburg“ und „Gespensterjäger in großer Gefahr“, ein haarsträubendes Abenteuer nach dem anderen und kämpft gegen GRUBLIGEIs (GRauenhaft Unbesiegbarer BLItzGEIst), HISPEGs (HIstroische SPukErscheinunG), NEPROSPEGs (NEgativPROjektion einer SPukErscheinunG) und viele andere furchterregende Gestalten. Immer mit dabei ist Hedwig Kümmelsafts beeindruckendes Arsenal aus teils selbst kreierten Spukabwehrmechanismen. Cornelia Funkes „Gespensterjäger“ sind ein unheimlicher Spaß, nicht nur für Kinder, was an der großen Fantasie der Autorin, ihrer sprachlichen Kreativität, ihrem Witz und in diesem Fall auch am Nervenkitzel der Lektüre liegt.

Die Verfilmung des ersten Bandes, u. a. mit Anke Engelke, Bastian Pastewka, Karlonine Herfurth und Christian Tramitz in den Hauptrollen, ist nur lose an das Buch angelehnt bzw. erzählt seine eigene Geschichte. Trotzdem ist der Film sehenswert und gelungen und es ist schade, dass es bei dieser einen Verfilmung des Stoffs geblieben ist.

Autor: Kathrin

Ich bin Kathrin, 33 Jahre alt, nimmersatte Leserin, Bücherei-Frequentiererin und Übersetzerin. Da ich mein Geld in der Regel seltener für Kleider, Schuhe, Handtaschen und sonstigen Schnickschnack und stattdessen oft spontan für Bücher ausgebe, befinden sich in meinen Regalen derzeit vorwiegend ungelesene Bücher. Für 2019 habe ich mir vorgenommen, mich endlich durch meine ganz persönlichen Schätze zu lesen. Was alles in meinen Regalen schlummert, Schätze oder kolossale Fehlkäufe, und welche Bücher mich sonst noch begeistert haben, darüber schreibe ich hier.

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